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Debian: Virtuelle hosts anlegen

Virtuelle Hosts

Virtuelle Hosts

Der Webserver, der Dir diese Seite geschickt hat, ist unter anderem auch noch dafür zuständig, die Inhalte unseres Gartenblogs auszuliefern.

Um so etwas zu realisieren muss der Webserver so konfiguriert sein, dass er anhand der URL erkennt, welche Daten er ausliefern soll. Beim Apache Webserver unter Debian (Lenny) lässt sich das relativ einfach konfigurieren.

Verzeichnisse anlegen.

Für die jeden Host, den der Webserver bedienen soll, muss zunächst ein eigenes Verzeichnis angelegt werden. Normalerweise liefert der Webserver die Seiten aus, die er im Verzeichnis /var/www/ findet und schreibt seine Logdateien in das Verzeichnis /var/log/apache2/. Der Einfachheit halber nehme ich hier an, dass zwei virtuelle Hosts (beispiel1.de und beispiel2.de) verwaltet werden sollen und dass die Inhalte und Logdateien unter /var/www/beispiel1.de, /var/www/beispiel2.de usw. abgelegt werden.

mkdir /var/www/beispiel1.de
mkdir /var/www/beispiel2.de

In jedem dieser Verzeichnisse muss nun ein Verzeichnis für die auszuliefernden Daten (DocumentRoot) und ein weiteres Verzeichnis für die Logdateien angelegt werden. Also

mkdir /var/www/beispiel1.de/log
mkdir /var/www/beispiel1.de/htdocs
mkdir /var/www/beispiel2.de/log
mkdir /var/www/beispiel2.de/htdocs

Gegebenenfalls kommen noch weitere Verzeichnisse für dazu (cgi-bin usw.).

Apache konfigurieren

Ähnlich wie schon bei mod_rewrite beschrieben, gibt es im Verezichnis /etc/apache2/ auch zwei Verzeichnisse für die virtuellen Hosts. In /etc/apache2/sites-available/ befinden sich die Konfigurationsdateien für alle verfügbaren virtuellen Hosts. In /etc/apache2/sites-enabled/ befindet sich für jeden tatsächlich aktiven virtuellen Host ein symbolischer Link auf die Konfigurationsdatei in /etc/apache2/sites-available/.

Was ist nun zu tun, um die neuen virtuellen Hosts zu aktivieren:

  • in /etc/apache2/sites-available/ wird eine Konfiguration für jeden neuen virtuellen Host abgelegt. Als Generic kann die default-Konfiguration dienen. Wichtig sind unter anderem diese Angaben:
    ServerAdmin webmaster@beispiel1.de
    Servername beispiel1.de
    ServerAlias *.beispiel1.de.de
    DocumentRoot /var/www/beispiel1.de/htdocs/
    
    <Directory /var/www/beispiel1.de/htdocs/>
    ...
    </Directory>
    
    ErrorLog /var/www/beispiel1.de/log/error.log
    CustomLog /var/www/beispiel1.de/log/access.log combined

  • in /etc/apache2/sites-enabled/ wird jeweils ein Symlink auf die entsprechende Konfigurationsdatei in /etc/apache2/sites-available/ angelegt.
  • Wichtig: der symbolische Link auf die Default-Konfiguration wird gelöscht oder geändert. Dieses ist wichtig, damit /var/www nicht von außen zugänglich ist ist.
  • der Webserver wird neu gestartet
    /etc/init.d/apache2 restart

Wenn die Nameserver der neuen virtuellen Hosts noch nicht auf den neuen Webserver zeigen, kann man die Konfiguration übrigens gut testen, indem man die neue IP in die Hosts-Datei des lokalen Clients einträgt. Unter Linux ist das meist /etc/hosts. unter Windows liegt die Hosts-Datei irgendwo unterhalb des WINDOWS-Verzeichnis ;-) Bei Win2000 (etwas neueres besitze ich leider nicht) liegt sie zum Beispiel in /WINNT/SYSTEM32/DRIVERS/ETC/.

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